Von September 2021 bis Juni 2026 im Einsatz. Erst am Ende wurde der interne Akku schwach und ließ sich nicht mehr laden.
Fast fünf Jahre gegen zwei Monate.
Meine Nextbase 222G begleitete mich von September 2021 bis Juni 2026. Die Vantrue E1 Pro sollte ihr dauerhafter Nachfolger werden. Nach nur zwei Monaten im Alltag steht für mich fest: Die Vantrue muss gehen und meine nächste Dashcam wird wieder eine Nextbase.
Zwei Kameras, die ich wirklich gefahren bin.
Dieser Bericht vergleicht keine Datenblätter und keine zehn Geräte aus einer Bestenliste. Er beschreibt zwei Dashcams, die über längere Zeit beziehungsweise mehrere Wochen in meinem Fahrzeug im Einsatz waren.
Im Juli 2026 gekauft. Bereits im September steht fest: Als dauerhafte Lösung erfüllt sie meine Erwartungen nicht.
Eine etwas geringere Auflösung, die zuverlässig läuft, ist im Ernstfall wertvoller als 4K, das gerade nicht aufnimmt.
Auf dem Papier gewinnt 4K. Im Alltag nicht.
Die Nextbase war nicht perfekt. Nach fast fünf Jahren war ihr Akku verschlissen. Doch bis dahin erledigte sie ihre eigentliche Aufgabe ohne die Probleme, die mir bei der Vantrue bereits nach kurzer Zeit begegneten.
Nextbase 222G
Langjährig genutzt · persönlich bewährt
- ✓119,95 Euro Kaufpreis bei Euronics
- ✓128-GB-Speicherkarte für 24,95 Euro
- ✓Keine beobachteten Aufnahmeabbrüche durch Sonne
- ✓Fast fünf Jahre zuverlässiger Einsatz
- –Interner Akku ließ sich am Ende nicht mehr laden
Vantrue E1 Pro
Auf Empfehlung gekauft · im Alltag enttäuscht
- ×134,90 Euro einschließlich Rabatt und Versand
- ×Gewünschte 4K-Nutzung mit vorhandener SanDisk-Karte nicht zuverlässig möglich
- ×Angebotene 128-GB-Karte kostet zusätzlich 69,95 Euro
- ×Überhitzungsmeldung und Aufnahmeausfall bei Sonne
- ×Bei dauerhaftem Anschluss war die Starterbatterie nach etwa zwei Tagen Standzeit leer
Was kostet die Kamera, bis sie wirklich läuft?
Die E1 Pro wirkte beim Kauf zunächst kaum teurer. Das ändert sich, sobald für die gewünschte hohe Auflösung eine weitere Speicherkarte nötig wird. Hinzu kommt, dass die deutschen und englischen Herstellerangaben nicht eindeutig vermitteln, welche Karten und Kapazitäten tatsächlich zuverlässig unterstützt werden.
Die Preise geben meine Käufe und das zum Zeitpunkt dieses Berichts gezeigte Kartenangebot wieder. Andere Händler, Aktionspreise und kompatible Karten können abweichen.
Eine Dashcam muss dann laufen, wenn es darauf ankommt.
Die folgenden Punkte sind keine Vermutungen aus Produktbeschreibungen, sondern Beobachtungen aus meinem eigenen Fahrzeug.
Die eingebaute „Sonnenallergie“
Nach ungefähr 15 Minuten direkter Sonneneinstrahlung meldete die Vantrue E1 Pro eine Überhitzung, beendete die Aufnahme und forderte mich auf, einen Schattenplatz zu suchen. Eine Dashcam wird hinter der Frontscheibe eingesetzt – genau dort gehören Sonne und Hitze zum normalen Alltag. Bei der Nextbase 222G habe ich dieses Verhalten nicht erlebt.
Abstecken oder leere Starterbatterie
Ohne externe Stromversorgung nimmt die Vantrue E1 Pro nicht auf. Die 12-Volt-Steckdose meines Fahrzeugs liefert jedoch auch bei abgestelltem Motor Strom. Blieb die Kamera angeschlossen, war die Starterbatterie nach ungefähr zwei Tagen Standzeit leer und ich benötigte Starthilfe. Trenne ich sie vom Strom, zeichnet sie nichts auf. Ohne zusätzliche Abschalttechnik ist ein dauerhaft angeschlossener Betrieb in meinem Fahrzeug deshalb nicht praktikabel.
Widersprüchliche Angaben und hohe Zusatzkosten
Mit meiner vorhandenen SanDisk-Karte ließ sich die gewünschte hohe 4K-Auflösung nicht zuverlässig nutzen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Angaben im deutschen und englischen Vantrue-Bereich: Während im deutschen Bereich vor SanDisk gewarnt wird, werden im englischen Support bestimmte SanDisk-Endurance-Karten empfohlen. Auch zur maximalen Kapazität finden sich unterschiedliche Angaben. Die angebotene Vantrue-Karte mit 128 GB kostete 69,95 Euro. Vor dem Kauf war für mich daher nicht eindeutig erkennbar, welche Karten tatsächlich zuverlässig funktionieren.
Fast fünf Jahre sind ein Unterschied
Der Akku der Nextbase gab nach fast fünf Jahren auf. Das ist ärgerlich, steht für mich aber in keinem Verhältnis zu einer neuen Kamera, die bereits nach zwei Monaten mehrere grundlegende Probleme im Alltag zeigt.
Die Empfehlung kam über YouTube.
Auf die Vantrue E1 Pro wurde ich durch DashcamDriversGermany aufmerksam. In der Videobeschreibung wurde sie als Preis-Leistungs-Tipp genannt. Diese Empfehlung war für meine Kaufentscheidung ausschlaggebend. Mein eigener Alltagstest führt dennoch zu einem anderen Ergebnis.
Die Vantrue liefert vielleicht das schärfere Datenblatt. Die Nextbase lieferte mir fast fünf Jahre lang das wichtigere Ergebnis: Sie lief.
Mein persönliches Fazit nach zwei Monaten ist endgültig: Die Vantrue E1 Pro ist für meinen Einsatz keine gute dauerhafte Dashcam und wird mich wieder verlassen. Ich bleibe bei Nextbase und plane als Nachfolger die Nextbase 322GW – auch weil ich dafür bereits einen Ersatzakku besitze.